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10 Dinge, die ich 2018 gelernt habe


Mein ganz persönlicher Jahresrückblick


Pfiade 2018! Du warst ein spannendes Jahr. Wer mich kennt, der weiß, dass ich Silvester nicht mag. Ich habe seit ein paar Jahren aufgehört mir gute Vorsätze vorzunehmen und Dinge zu wünschen. Besser gesagt habe ich mir einmal aus tiefstem Herzen gewünscht, dass es ein Jahr lang keine Hiobsbotschaften gibt. Es hielt genau bis Ende Januar. Es war das Jahr, indem drei enge Freunde oder Familienmitglieder schwer erkrankten und dem Tod in die Augen sahen. Seither ist Silvester noch unwichtiger als jemals zuvor. Trotzdem nutze ich die Zeit um Weihnachten, um auf das vergangene Jahr zurück zu blicken. Von meiner Mama bekomme ich jedes Jahr ein persönliches Jahrbuch, das mir zeigt, was in diesem Jahr alles passiert ist - übrigens in jedem Jahr das schönste Geschenk. Dieses Buch nehme ich immer zum Anlass, noch einmal ein paar Dinge Revue passieren zu lassen. 2018 war bzw. ist ein Jahr, indem sich viel verändert hat - sowowohl persönlich als auch beruflich - und aus dem ich viel gelernt habe. Hier kommt mein ganz persönlicher Jahresrückblick.:


1. Loslassen

Ganz lange Zeit, habe ich mit vielen Dingen gehadert. Mit der Liebe, mit Freunden, mit meinem Job. Vieles hat stark an meinem Selbstbewusstsein gekrazt, auch wenn man das vielleicht nach außen hin nicht immer zeigt. Aber irgendwann muss man lernen loszulassen, abzuschließen mit dem was war und offen zu sein, für all das, was kommt. Ich sage immer: "Wenn sich eine Tür schließt, macht sich eine neue Tür auf." Alle meine Erfahrungen haben mich persönlich reicher gemacht, sie sind Teil meines Lebens, aber irgendwann ist es auch an der Zeit neue Erfahrungen zu machen, neue Menschen in mein Leben zu lassen - Platz zu machen.






2. Vertraue dir selbst

Als ich beschlossen habe, nicht bei meinem alten Arbeitgeber weiter beschäftigt sein zu wollen und Menschen von meinem Plan erzählt habe, habe ich ganz unterschiedliche Reaktionen bekommen. Viele haben mich dabei unterstützt, aber bei einigen habe ich auch gemerkt, dass sie mich eher belächeln. Gute Ratschläge hin oder her, am Ende habe ich eins 2018 gelernt: Vertraue dir selbst. Keiner kennt dich besser als du dich selbst. Warum also immer auf andere hören? Ich selbst weiß, was mit Spaß macht. Ich selbst weiß, wofür ich brenne und was ich bereit bin, dafür zu geben. Auch wenn es viel Kritik für Dinge gegeben hat, vertraue ich auf das, was ich kannst. Geb aber auch zu, wenn ich es nicht kann, Schon immer musste ich alles erst einmal selbst ausprobieren, um daraus zu lernen. Ganz nach dem Motto: "Wer nicht hören will, muss fühlen". Und so ist das, glaube ich, auch bei meinem Schritt in die Selbstständigkeit. Ich habe die Chance angenommen und bereue sie keine einzige Sekunde. Am Ende bin aber auch ich die, die alle Konsequenzen selbst ausgebadet hat und aus allem etwas lernt. Du ganz alleine hast es in der Hand, was du daraus machst. Ganz ehrlich: auch ich hatte wenig Ahnung davon, ein Unternehmen zu führen, aber mit jedem Auftrag, mit jedem Fehler, den auch ich in diesem Jahr gemacht habe, war ich um eine Erfahrung reicher. Und manches muss man dann einfach auch einmal abhaken können und sich denken: "Depp" :-) Denn am Ende weißt du selbst, warum du was wie gemacht hast - und früher oder später zahlt sich dein Vertrauen in dich aus. Glaub mir.



Pflaster drauf und weiter geht's.



3. Hör auf deinen Bauch

Bestimmt kennt ihr diesen Zwiespalt zwischen Bauch und Kopf. Dieses "Bauchgefühl", das man nicht wirklich beschreiben kann, aber irgendwie doch da ist, hat mich in diesem Jahr weit gebracht. Ich habe mir einen teuren Workshop in England gegönnt, weil ich ein gutes Bauchgefühl dabei hatte. Er hat sich mehr als ausgezahlt. Ich habe meinen alten Job verlassen, weil ich ein schlechtes Bauchgefühl bei dieser Arbeit hatte. Es kam besser, als ich jemals zu denken gewagt habe. Ich bin bei meinem damaligen Freund ausgezogen, weil mein Bauchgefühl nicht stimmte, heute fühle ich mich in meiner eigenen Wohnung wohler als jemals zuvor. Ich habe den Verein gewechselt, weil mein Bauch sagte: "Es ist Zeit für etwas Neues." Dieses Jahr hatten wir zwar ein wenig Pech, aber dafür die beste Mannschaft, die ich je um mich hatte. Ich habe hier nicht nur Teammitglieder gefunden, sondern Freunde fürs Leben. All dem ging immer eins voraus: eine Bauchentscheidung. Und alle waren im Nachhinein richtig, auch wenn mein Kopf nicht immer diese Richtung eingeschlagen hätte.



Dreamteam


4. Pflege Freundschaften

Nachdem ich in den letzten Jahren sehr, sehr viel unterwegs war und ganz viele Freunde sehr oft vertröstet habe, habe ich mir das 2018 ganz besonders auf die Fahne geschrieben. Ich bin mit Freundinnen in den Urlaub, habe viel mit ihnen unternommen, neue Freunde kennen gelernt und mir immer irgendwo eine freie Minute dafür Zeit genommen. Und was soll ich sagen? Es tut gut, wenn man weiß, dass man immer irgendwo ein offenes Ohr hat, gemeinsam lacht und weint, Erinnerungen miteinander teilt und vor allem eine ehrliche Meinung hört und einander vertrauen kann.


Toskana 2018

London 2018

Werfenweng 2018


5. Trau dich

Manchmal sollte man einfach nicht so viel denken, sondern machen. Es gibt immer irgendwo etwas, was einen vielleicht daran hindern könnte, was schief gehen kann, oder vielleicht nicht so wird, wie man sich das vorgestellt hat. Aber wenn man es nicht einmal probiert hat, dann kann man sich auch ein Urteil darüber erlauben. Hab keine Angst vor Veränderung, denn Veränderung bedeutet auch Bewegung anstatt Stillstand. Ich habe auch viel Neid dafür erfahren, dass ich in meinem anderen Job die Möglichkeit auf Homeoffice habe - ziemlich als Einzige -, dass ich unter der Woche nachmittags einfach mal reiten gehen kann oder an den See fahre. Soll ich euch verraten, wie ich das geschafft habe? Ich habe mich getraut. Getraut, meine Meinung zu sagen, getraut für das zu kämpfen, was ich will. Aber auch hart gearbeitet, um in diese Situation zu kommen, immer eine gute Alternative im petto gehabt und riskiert. Am Ende ist es der Mut, der den Unterschied macht.




6. Erstens kommt es wieder einmal anders, zweitens als man denkt

Dieser Satz hat sich gleich zu Anfang des Jahres bewahrheitet. Eigentlich bin ich von einem 40 Stunden Job ausgangen, den ich im Februar antreten sollte. Daraus wurde eine Teilzeitstelle. Am Anfang habe ich ganz schön dumm aus der Wäsche geschaut, aber heute kann ich sagen, dass mir nichts Besseres hätte passieren können. Mein Papa hat damals gesagt: "Wer weiß, für was es gut ist." Heute weiß ich, dass es gut war. Ich liebe beide dieser Jobs gleichermaßen. Der Mix macht es für mich aus. Mir wird nie langweilig und ich werde ständig gefordert. Es ist genau das, was mir gefällt. Und obwohl ich ein sehr strukturierter und durchgeplanter Mensch bin, habe ich gemerkt, dass man eben nicht alles planen kann - übrigens auch bei Babyshootings nicht - und trotzdem immer etwas Schönes daraus entsteht. Es bieten sich Chancen, die man sich so vielleicht niemals ins Gedächtnis gerufen hätte.



Wer denkt, Babys schlafen immer so brav beim Shooting, hat falsch gedacht.


7. Vergiss Vorurteile

Ich habe sehr viel mit ganz vielen unterschiedlichen Menschen zu tun und bin sicher auch selbst ein Typ Mensch, der sowohl mit dem Professor ein hoch wissenschaftliches Gespräch führen kann, als auch am Schützenstammtisch in Niederbergkirchen ein Gesprächsthema findet. Aber auch ich habe manchmal Vorurteile - sowie wahrscheinlich jeder von uns. Und so kommt es natürlich auch bei mir vor, dass ich Kunden habe, die mir nicht auf Anhieb sympathisch sind. Aber in diesem Jahr hat sich gezeigt, dass ich oft die schönsten Komplimente von Leuten bekommen habe, von denen ich es am wenigsten erwartet habe. Dass ich Menschen eine zweite Chance gegeben habe, weil ich Verständnis für ihre Situation gezeigt habe. Zwar bin ich immer noch ein Fan des ersten Eindrucks oder der Sympathie auf den ersten Blick, aber ich denke, man muss immer offen bleiben gegenüber Neuem und gegenüber anderen. Etwas, was heute, denke ich, wichtiger ist, als jemals zuvor. Macht euch selbst einen Eindruck und lasst andere reden.




8. Entdecke dein Warum

Auf Nadias Meli's Vision-Workshop sind wir auf die Suche gegangen nach unserem "Warum". Denn dieses "Warum" macht einen wesentlichen Teil deines Erfolgs aus. Nur Menschen, die ihr "Warum" gefunden haben, schaffen es, andere Leute zu inspirieren und nachhaltig zu beeindrucken. Um herauszufinden, was dein "Warum" ist, musst du tief in dich hineinblicken, viele positive und negative Erlebnisse analysieren und irgendwann weißt du, nach was du im Leben oder im Job suchst und warum du das machst. Es liegt schon die ganze Zeit in dir, du musst es nur finden. Egal ob du Spitzensportler, Geschäftsführer oder Feuerwehrmann bist, die wirklich richtig Guten wissen, was sie antreibt. Sie haben ihr "Warum" gefunden. Für mich haben sich drei Wörter hervorgetan, die sich auch ab und an wieder verändern. "Zufriedenheit", "Zuhause" und "Freiheit" sind mein Antrieb. Mehr dazu gibt's hier. Außerdem kann ich euch als kleine Inspiration dieses Buch empfehlen. Entdecke auch du dein "Warum". Es hat meine Fotografie und mich selbst verändert. Im postiven Sinne.




Mein Lieblingsbild aus 2018, geschossen von der lieben Stefanie Fiegl beim Vision Workshop


9. Investiere in dich selbst

Heute gibt es unzählige Workshops, Bücher und You-Tube-Tutorials, die dir erzählen wie Fotografieren funktioniert. Klar musst du dein Handwerk beherrschen, ein gewissen Equipement hilft noch dazu, aber ich glaube, um erfolgreich ein Unternehmen zu führen musst du mehr können, als nur dein Handwerk, In gewisser Weise musst du "unaufhaltbar" werden, wie es Persönlichkeitschoach "Christian Bischoff" so schön sagen würde, dessen Podcast "Die Kunst dein Ding zu machen" ich euch nur ans Herz legen kann. Nicht nur dein Unterehmen muss wachsen, um eine Familie zu ernähren, sondern mit ihr, musst auch du wachsen - besser gesagt, deine Persönlichkeit. Deshalb ist es wichtig in sie zu investieren. Ich habe meine Zeit im Auto oft genutz, um eben Podcasts zu hören, habe viel über Persönlichkeitsentwicklung gelesen und aus jedem Buch etwas für mich mitgenommen. Ich habe einen Workshop besucht, der genau auf das abzielt, werde ein Seminar im nächsten Jahr zu diesem Thema besuchen. Grundlage dafür ist, dass man bereit ist, sich mit sich selbst auseinenderzusetzen. Auch das ist nicht immer einfach. Aber dann wirst du viele spannende Dinge über dich selbst erfahren, Dinge besser verstehen oder mit anderen Augen betrachten und dein Unternehmen auf das nächste Level heben. Ich habe mir einfach viel mehr Zeit für mich selbst genommen.


Hier einige Buchtipps für dich:

Unaufhaltbar - Christian Bischoff

Siegen ist Kopfsache - Matt Fitzgerald

Fokus - Hermann Scherer




Eine Woche im April, die meine Einstellung zur Fotografie verändert hat

10. Fokussiere dich auf das Positive

Natürlich sind auch in meinen Jahr Dinge passiert, die nicht so schön waren. Kunden haben sich beschwert, ich bin mit Menschen aneinander geraten und habe schlechte Wettkämpfe abgeliefert, aber ich habe dabei versucht, mich auf das Positive zu fokussieren, auch wenn das nicht immer leicht ist und ich mich als hochsensibler und emotionaler Mensch durchaus gerne aufrege. Und weil ich Sprüche gerne mag, passt auch dieser gut dazu: Man verliert nie. Entweder man gewinnt oder man lernt. Und so sehe ich das. Ich habe auch aufgehört mich mit all den negativen Medien zu beschäftigen. Meine Mama erzählt mir immer als erstes, welcher Unfall wo passiert ist. Ehrlich gesagt, interessiert mich das nicht. Klar ist es tragisch, auch ich bin dieses Jahr an einige Unfälle hingekommen, aber anstatt mich zu beschweren, dass ich jetzt nicht mehr ins Training komme, habe ich mir gedacht: "Wie gut, dass ich noch fünf Minuten getrödelt habe, sonst hätte es vielleicht mich erwischt." Auch wenn ich erzähle, dass wir zwei Mädels alleine durch Südafrika fahren, schauen uns manche ungläubig an und natürlich habe auch in ein bisschen Respekt, aber am Ende überwiegen für mich all die schönen Dinge, die auf uns warten! Es ist eben eine Frage der Perspektive.




Ich hoffe, dass ich auch 2019 wieder viele neue Dinge lernen werde. Die erste große Veränderung ist, dass ich meinen Schritt aus dem Kleinunternehmen schaffe, da inzwischen so viele Leute mir ihr Vertrauen schenken. Ich bin allen unendlich dankbar dafür. Ich freue mich auf all die neuen Leute, die ich wieder kennen lernen darf und die ihr Glück mit mir teilen. Es ist eine wahre Freude für mich, einen Teil eurer Geschichte zu begleiten. Und dann geht es im Februar erst einmal raus in die große, weite Welt. Drei Wochen Roadtrip durch Südafrika warten auf mich. Es wird ein Abenteuer, Und auch euch wünsche ich, dass ihr ganz viel für euch persönlich mitnehmt ins neue Jahr, um mit viel Schwung durchzustarten.


2019 ich freue mich auf dich!

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