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10 Dinge, die ich 2019 gelernt habe



Es ist Heiligabend und ich warte aufs Christkind. Endlich nehme ich mir die Zeit, die Zeitschrift anzuschauen, die seit Wochen ungelesen auf dem Tisch neben mir liegt. Und das Erste, was ich sehe, ist ein Artikel zum Thema „Looking at the year behind“.

Ich blicke auf ein schönes 2019 zurück, ein Jahr mit viel Liebe, Zusammenhalt, Freundschaft  und Veränderung. Es begann mit einer wundervollen Reise durch Südafrika, die mich fokussierter und klarer auf Dinge blicken ließ. Der Sommer war geprägt von viel, viel Arbeit - manchmal sicher auch zu viel, dafür mit einer überraschenden Veränderung, die mir immer Kraft gegeben hat und die ich so nicht erwartet habe. Neuanfang hieß es mit 67 Jahren auch für meinen Stiefpapa, der uns allen gezeigt hat, dass ein unbändiger Wille Berge versetzen kann und das Jahr endete mit viel Ruhe, Auszeit und Zweisamkeit. Aber wie immer war es ein lehrreiches Jahr mit all seinen Höhen und Tiefen.

Meine 10 Learnings aus 2019:

1. Konsequenz wir belohnt...


Als allererstes spreche ich hier ein Businessthema an. Ich gebe es zu, ich habe immer wieder Probleme „Nein“ zu sagen. Ich will es immer allen Recht machen, will keinen vor den Kopf stoßen, aber am Ende will ich auch Dinge machen, die mir Spaß machen und die mich auf meinem Weg unterstützen. Deshalb habe ich in diesem Jahr bei der Auswahl meiner Kunden noch viel mehr sortiert. Ja, ihr hört richtig. Klar, muss der Kunde zuerst auf mich aufmerksam werden, aber nur weil er mich will, heißt das noch lange nicht, dass er mich bekommt. 😉 Ich liebe kleine, modere Hochzeiten - deshalb achte ich bei meiner Auswahl darauf. Für mich ist es wichtig an diesem Tag nicht nur ein Dienstleister zu sein, sondern ein Teil der Familie. Und dafür müssen alle sich wohl fühlen. Und diese Konsequenz macht sich immer mehr bezahlt. Ich erreiche die Kunden, die ich haben möchte, bekomme die Bilder, die ich zeigen möchte, um wiederum genau die Leute anzusprechen, von denen ich inzwischen einige zu meinen Freunden zähle. Konsequenz zahlt sich aus und ich werde weiter daran arbeiten!


2. Weniger ich muss, mehr ich will


Am meisten Druck mache ich mir wohl immer selbst. Ich muss dies und das noch erledigen, die Broschüre aktualisieren, schnell noch das Shooting von gestern bearbeiten, die Rechnung noch verschicken - am Besten alles gleichzeitig. Ich brauche noch diese Weiterbildung, muss das noch lernen und muss hier besser werden. Aber muss ich das wirklich, oder will ich das? Ein entscheidender Unterschied. Mir fiel oft auf, dass ich mich nur durch meine Wortwahl schon unter Druck setze, aber wenn man einfach „müssen“ mit „wollen“ ersetzt, dann hört sich alles nicht mehr ganz so dramatisch an. Es ist ein kleiner Vorsatz, den ich mir fürs nächste Jahr nehme, noch mehr auf meine Sprache zu achten, die mein Unterbewusstsein beeinflusst.

3. Es ist nie zu spät


....etwas Neues zu beginnen. Ich kenne Menschen, die haben mit 30 eine Frau, zwei Kinder, ein Haus, eine leitende Position im Beruf und haben damit alles erreicht, was sie immer haben wollen. Ob sie damit glücklich sind, steht auf einem anderen Stern. Jedenfalls wirkt es oft so als hätten sie dann beinahe mit ihrem Leben abgeschlosse, alle Ziele erreicht. Doch, dass es unglaublich wichtig ist, sich immer wieder Ziele zu setzen, sich aus seiner Komfortzone zu bewegen, Mut zu beweisen und den Kritikern zu trotzen, hat mir mein Stiefpapa dieses Jahr gelernt. Sieben Jahre nach seiner Krebserkrankung hat er eine neue Praxis eröffnet. Es grenzt an ein Wunder, aber er hat uns vor allem gezeigt, dass es nie zu spät ist.


4. Mache dir dein eigenes Bild


Wer sagt, dass es nicht geht? Wer nimmt dir dein Selbstvertrauen? Kennt er oder sie dich wirklich? Bevor wir zwei Mädels nach Südafrika gefahren sind, hat mir jeder eine negative Geschichte erzählt. Alles Menschen, die das Land noch nie selbst bereist haben. Menschen, die hingegen schon einmal dort waren, haben mir wertvolle Tipps gegeben. Natürlich darf man Situationen nicht unterschätzen, natürlich kann immer etwas passieren, aber das ist doch auch bei uns in Deutschland so? Ich konnte nichts von den Vorurteilen bestätigen - kein einziges. Für mich ist es der Beweis dafür, dass man sich immer ein eigenes Bild machen sollte. Von einem Land, von Menschen, von einem Beruf oder was auch immer. Informiere dich, sortiere und filtere die Informationen und mache deine eigene Erfahrung, damit dein eigenes Bild entsteht, denn am Ende sieht jeder die Welt so, wie er sie durch seine Augen sehen will.

5. Es passiert immer dann, wenn man nicht damit rechnet

Wie oft habe ich an mir gezweifelt, mich versucht zu verändern oder mich anzupassen, aber eigentlich wollte ich einfach immer nur einen Partner, der mich so schätzt, wie ich bin, der einen Teil meiner Interessen teilt, der mit mir wächst und trotzdem keiner den anderen einschränkt, der mir den Rücken in schwachen Momenten stärkt und mit dem zusammen einfach vieles leichter ist als allein. Und was soll ich sagen, manchmal passiert genau das dann, wenn man nicht damit rechnet und plötzlich gibt es da jemanden, der einen riesen Platz in deinem Herzen einnimmt.


6. Lass dich von den Schwachen nicht schwach machen…


Veränderungen stoßen nicht bei allen auf Begeisterung, das habe ich in den letzten Jahren mehr als deutlich gemerkt. Trotzdem glaube ich, dass wir vieles auf unser Gegenüber projizieren, was wir vielleicht selbst gerne hätten. Ich ärgere mich vielleicht über jemanden, weil er etwas kann, was ich vll selbst gerne können möchte. Ich rede über jemanden schlecht, weil vielleicht doch ein wenig Neid dahinter steckt. Was ich damit sagen will ist, dass einem dabei sehr oft der Spiegel selbst vorgehalten wird. Denke mal selbst an solche Situationen, in denen du dich über jemand anderes aufgeregt hast. Lag es wirklich an dem Menschen? Viel wichtiger finde ich dabei Rückgrat zu zeigen, sich selbst aufzubauen und seinem Weg zu vertrauen. Ich knicke oft ein, des Friedens willen, denn ich bin ein hochsensibler Mensch und mag es absolut nicht, wenn negative Energien in der Luft liegen. Ich habe mir deshalb fest vorgenommen, im nächsten Jahr noch mehr meine Position zu vertreten, auf mein Können zu vertrauen und mich nicht unterbuttern zu lassen.

7. Man kann nicht immer 100 Prozent geben, selbst wenn man es will…

Ich bin ein Mensch, der gerne überall mitmischt, gerne hier schreit und auf einmal einen Berg vor sich hat, der unbezwingbar scheint. Ich will Leistung zeigen in meinen beiden Berufen, beim Sport, im Privatleben und nie bin ich mir selbst gut genug. Aber ich musste dieses Jahr auch einsehen, dass es nicht funktioniert, überall 100% zu geben und dass manchmal vielleicht auch 80% genügen. Aber meistens merkt man das immer erst dann, wenn man körperlich und geistig an seine Grenzen kommt. Es ist schwer diese Grenzen wahrzunehmen und zu akzeptieren. Inzwischen nehme ich sie aber immer sehr bewusst wahr und es ist für mich immer eines: Zeit für Veränderung.


8. Zeit finden und nehmen für sich


Es ist ist so wichtig und man vergisst es doch immer wieder im Alltag - sich Zeit zu nehmen für sich selbst und die Dinge, die einem am Herzen liegen. Egal, wie stressig manche Tage und Wochen sind, habe ich versucht mich zwischendurch aufs Pferd zu schwingen, auf den Berg zu gehen oder mit meinem Freund etwas zu unternehmen. Denn auch, wenn es ein „Termin“ im Kalender mehr ist, tankt man dabei so unglaublich viel Energie. Es ist so unglaublich wichtig, sich Auszeiten - und vor allem kreative Auszeiten- zu schaffen und das werde ich im nächsten Jahr noch bewusster versuchen.


9. Erfülle dir Träume dann, wenn es geht




Einmal am Strand entlang galoppieren war mein Kindheitstraum, den ich mir in diesem Jahr in Südafrika erfüllt habe. Meine Oma hat mir schon früh beigebracht, dass man sich Träume dann erfüllen muss, wenn man sie sich erfüllen kann, denn wer weiß, was später einmal ist. Es ist quasi etwas, was ich schon früh gelernt habe, aber dieses Jahr endlich auch einmal umgesetzt habe. Es sind Erinnerungen, die ich für ewig behalten werde.

10. Alles, was du brauchst, steckt bereits in dir.

Wir vergleichen uns tagtäglich auf den sozialen Medien, wollen so sein wie andere, sind neidisch auf den Erfolg, das Equipement oder das Talent von anderen. Aber eigentlich steckt vieles von dem, was wir brauchen bereits in uns. Es ist ein Satz, der mich vor allem im Sport dieses Jahr weitergebracht hat. Denn ich weiß, dass ich das, was ich brauche, um erfolgreich zu sein in mir habe, diese oft genug trainiert habe und es mir nur immer wieder vor Augen führen muss. Es steigert dein eigenes Selbstvertrauen, das für mich mit der wichtigste Baustein zum Erfolg ist.


Ich wünsche euch allen ein tolles, glückliches und lehrreiches Jahr 2020!

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Lisa Haensch Photography

 

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