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  • Lisa

Mein persönlicher Jahresrückblick: 2020, du warst ein lehrreiches Jahr



Ich renne von Termin zu Termin, klicke mich vor dem PC von Foto zu Foto, stelle Frage für Frage. Tag für Tag, Woche für Woche. 52 Wochen lang. Doch am Ende des Jahres heißt es für mich einmal kurz innehalten, gute Musik aufzulegen und auf mein Jahr zurück zu blicken. Was lief gut? Was gehört optimiert? Und vor allem: Auf was kann ich stolz sein? Was hatte ich dieses Jahr geschafft? Wo habe ich mich weiterentwickelt? Was sollte ich noch lernen? Und 2020 war wohl eines der lehrreichsten Jahre in meinem Leben. Am Ende sitze ich hier vor meinem PC und sogar ein kleines Tränchen kullert mir über die Wange. Der Druck von meinen Schultern löst sich. Ich bin stolz. Stolz auf mich. Auf uns. Auf jeden einzelnen, der dieses Jahr gemeistert hat und vor allem etwas Positives daraus ziehen kann.



Es ist anders schön



Klar, wir haben uns dieses Jahr alle anders vorgestellt! Aber anders heißt nicht automatisch schlecht. Erst heute hat mir meine Freundin gesagt, dass sie ohne Corona wohl nie so geheiratet hätten wie sie es nun getan haben und dass es ihr großes Glück war, denn so konnten sie ihre Traumhochzeit feiern - trotz oder gerade wegen Corona. Andere Paare heirateten ganz alleine. Zu Zweit. Aus Liebe. Und jeder hat mir im Nachhinein gesagt, dass es mindestens genauso schön war, wenn nicht noch schöner, weil man viel entspannter an die Sache rangegangen ist. Ich bin sowieso ein Fan von kleinen Hochzeiten, von daher…Ob Hochzeiten oder Weihnachten, der Virus verändert unser Leben, aber schlechter muss es deshalb noch lange nicht sein. Im Gegenteil. Es ist einfach nur anders als wir das erwartet haben. Aus diesem "anders" entstanden so viele neue Ideen, neue Wege, neue Visionen. Es ist einfach dieses Jahr anders: anders schön!




Alles hat seine Zeit


Mein Lieblingsbild des Jahres 2020.

Hätte mir einer gesagt, wie viele Familien dieses Jahr vor meiner Kamera stehen würden - ich hätte es nicht geglaubt. Schon lange habe ich damit geliebäugelt mich noch mehr auf Familien zu konzentrieren, denn Kinder zu fotografieren ist wirklich meine ganz, ganz große Leidenschaft. Das mache ich am allerliebsten. Dieses Jahr wurde mir die Entscheidung ein wenig abgenommen und es entwickelte sich ganz automatisch in die Richtung, die ich mir vielleicht insgeheim schon lange gewünscht habe. So hat alles irgendwie seine Zeit. Man muss nur darauf vertrauen, dass irgendwann dieser Zeitpunkt von alleine kommt, wo Entscheidungen gar nicht mehr so schwer sind, wie sie sich anfangs vielleicht angefühlt haben. Natürlich schlägt mein Herz immer noch für die Hochzeiten, aber dieses Jahr hat auch gezeigt, dass es gut ist, auf mehreren Beinen zustehen und deshalb wird es künftig einfach noch mehr Angebote und Pakete für Familien geben. Das hier ist übrigens mein absolutes Lieblingsbild des Jahres! Die kleine Maus hat das ganz alleine gemacht, von sich aus. Sie hat allem getrotzt und irgendwie sehe ich mich da in diesem Bild im Bezug auf dieses Jahr: Ich habe 2020 auch die Zunge rausgestreckt und mein eigenes Ding gemacht.




Apropos auf mehreren Beinen stehen



Immer wieder höre ich von anderen, dass man sich am besten auf eine Sache konzentrieren soll. Sich eine Sache vornimmt, sich dieser komplett verschreibt. Und ja, bis zu einem gewissen Grad ist das sicher sinnvoll. Doch ich bin schon immer gut damit gefahren, Alternativen im Ärmel zu haben. Es nimmt mir den Druck und macht mich frei. Das war bei meinem Jobwechsel so, das war bei meiner Studienwahl so. Das war im Sport so. Das ist jetzt in meinem Unternehmen so. Und was soll ich sagen? Es hat mir im wahrsten Sinne des Wortes in diesem Jahr den Arsch gerettet. Und lässt mich heute auch finanziell besser dastehen, als jemals zuvor. Es ist nicht schlecht, wenn man ein Ass im Ärmel hat. Man muss es dann nur auch ziehen.




Stress macht mich produktiv


Tanja war schon ganz oft vor meiner Kamera. Ab 2021 wird sie mir unter die Arme greifen. Ich freue mich auf dich!